Mitschrift
Streckmittel – Worauf muss geachtet werden?
Was in unseren Lebensmitteln steckt, lesen wir meist auf der Verpackung.
So ist klar, was man zu sich nimmt.
Gar nicht klar ist das bei psychoaktiven Substanzen vom Schwarzmarkt.
Denn Regeln, Zutatenlisten und Kontrollen gibt es dort nicht.
Deswegen ist es einfach, Substanzen mit Streckmitteln zu versetzen.
Aber was sind überhaupt Streckmittel?
Kurz gesagt – alles, was nicht der erwartete Wirkstoff ist.
Weder Aussehen noch Geruch oder Konsistenz lassen darauf schließen,
ob eine Substanz gestreckt ist oder nicht.
Auch wenn diese genau gleich aussehen, können die Inhaltsstoffe ganz unterschiedlich sein.
Der Hauptgrund, warum Streckmittel eingesetzt werden, ist Profit.
Um sie teurer zu verkaufen, werden Substanzen Streckmittel beigesetzt,
damit der Wirkstoffgehalt und somit auch die Herstellungskosten reduziert werden.
Substanzen werden durch die Streckmittel attraktiver gestaltet
oder schwerer gemacht, wie zum Beispiel bei Cannabis.
Durch das Hinzufügen einer Zucker-/Kunststoffmischung, Haarspray oder Sand.
Manche Streckmittel können auch Wirkungen verstärken, verändern oder verlängern.
Wie bei Kokain, wo zum Beispiel häufig das Entwurmungsmittel Levamisol beigemischt wird,
um die Wirkung zu verlängern.
Ein regelmäßiger Konsum davon verändert das Blutbild und schwächt das Immunsystem.
Das Imitieren der Wirkung kann auch ein Grund sein, die Substanz zu strecken.
Zum Beispiel wird Speed gerne Koffein beigemischt
oder Cannabis mit künstlichen Cannabinoiden angereichert.
Sind Substanzen vom Schwarzmarkt gestreckt, wirken alle Inhaltsstoffe gleichzeitig.
Dieser ungewollte Mischkonsum kann den Rausch beeinflussen
und unangenehme Nebenwirkungen und Wechselwirkungen auslösen.
Das ist eine zusätzliche Belastung für den Körper.
Man muss immer damit rechnen, dass eine Substanz vom Schwarzmarkt gestreckt sein kann.
Eine bekannte oder empfohlene Herkunft garantiert keine gleichbleibende Qualität.
Substanzen können jedes Mal anders zusammengesetzt sein.
Der Markt illegaler Substanzen kennt keine Kontrollen, Regeln oder Qualitätssiegel.
Farbreagenztests zum Selbsttesten geben nur Auskunft
über den Inhalt eines bestimmten Wirkstoffes der Substanz.
Ob Streckmittel enthalten sind, kann so nicht herausgefunden werden.
Nur durch Drug Checking – der chemischen Analyse im Labor –
kann die gesamte Zusammensetzung aller Wirk- und Streckstoffe bestimmt werden.
Dafür reicht schon eine kleine Menge der Substanz.
Entscheidet man sich trotz der Risiken zum Konsum von Substanzen,
sind diese wichtigen Punkte zu beachten.
Man kann nie wissen, welche Inhaltsstoffe sich tatsächlich in einer Substanz befinden.
Streckmittel
Was in unseren Lebensmitteln steckt, steht auf der Verpackung. So wird klar, was drinnen ist. Gar nicht klar ist das bei psychoaktiven Substanzen vom Schwarzmarkt. Denn Regeln, Zutatenlisten und Kontrollen gibt es dort nicht! Deswegen ist es einfach Substanzen mit Streckmittel zu versetzen.
Aber - was sind überhaupt Streckmittel? Warum werden sie benutzt? Und wie können sie wirken? In unserem Video fassen wir zusammen, worauf du achten musst und wie Risiken reduzieren kannst!
Website checkit: www.checkyourdrugs.at
Einrichtungen des Wiener Sucht- und Drogenhilfsnetzwerk: https://sdw.wien/sucht-und-drogenhilfenetzwerk
Österreichische Einrichtungen: https://suchthilfekompass.goeg.at/presentation
Dieses Video ist in Zusammenarbeit von checkit! und dem Institut für Suchtprävention der Sucht- und Drogenkoordination Wien (https://sdw.wien/) entstanden. Design und Animation: Polarfux (www.polarfux.com)
Dieses Video stellt keine Anleitung oder Aufforderung zum Konsum von psychoaktiven Substanzen dar, sondern dient der Sensibilisierung. Substanzkonsum ist immer mit gesundheitlichen Risiken verbunden. Checkit! rät vom Konsum der beschriebenen Substanzen und anderer riskanter Stoffe ab. Wir weisen auch darauf hin, dass der Besitz, Verkauf und Konsum vieler in diesem Video beschriebenen Substanzen strafbar ist. Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. Checkit! übernimmt keine Verantwortung oder Haftung für Schäden, die durch die Nutzung der Informationen entstehen können.
Länge: 3 Min. 29 Sek.
Produktionsdatum: 2024
Copyright: Checkit!