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David Settelmaier, wien.at-Wien Museum widmet sich - wie der Name schon sagt - Wien in seiner ganzen Vielfalt. Da dürfen auch Persönlichkeiten nicht fehlen, die die Geschichte der Stadt maßgeblich geprägt haben. Eine solche Person war der Künstler Hans Makart, dessen Werke jetzt in den Ausstellungsräumen des Künstlerhauses zu sehen sind."

Wie kaum ein anderer Maler hat Hans Makart das Wien des 19. Jahrhunderts geprägt. In der Monarchie erlangte er selbst fast kaiserliche Prominenz.

Peter Stuiber, Wien Museum: "Hans Makart war einer der wesentlichen oder sicher der einflussreichste Maler der Ringstraßenzeit. Er ist vom Kaiser nach Wien geholt worden als junger, skandalumwitterter Maler. Und man hat von ihm erwartet, dass er in diese Ringstraßengesellschaft und in diese Aufbruchsstimmung die richtige, die zeitgemäße, die neue Malerei hineinbringt. Und das hat er gemacht mit seinen sehr üppigen Inszenierungen, die dem neuen Repräsentationsbedürfnis des neuen erstarkten Bürgertums sehr entgegen kamen."

Hans Makart war Universalkünstler. Sein Schaffen war in Wien hoch angesehen. Bekannt war er aber vor allem für eines.

Peter Stuiber, Wien Museum: "Sein Hauptmetier waren eigentlich Monumentalgemälde. Mit denen hat er tausende, zehntausende Leute damals zum Beispiel ins Künstlerhaus gelockt. Diese Monumentalgemälde waren natürlich auch gedacht um Repräsentationsräume auszugestalten. Das heißt, wenn zum Beispiel ein Industrieller sein Speisezimmer ausstatten wollte, dann ging er zu Hans Makart und hat ihn beauftragt, mit bestimmten Szenen dieses auszustatten."

Im Zentrum der Schau des Wien Museums steht die Schaffensstätte des Künstlers: sein Atelier. Oft diente es damals als Treffpunkt der High Society.

Peter Stuiber, Wien Museum: "Das Atelier, das ist ein ganz, ganz wichtiger Ort damals gewesen. Das Atelier war nicht nur der Ort, wo Makarts Malerei entstanden ist, sondern es war auch gesellschaftlicher Treffpunkt. Das heißt, man konnte dort gegen Eintritt hineingehen, man konnte sich die Bilder anschauen. Der Meister war natürlich nicht vorhanden, also den konnte man nicht angreifen oder ansprechen, aber man konnte in Kontakt mit anderen Leuten treten. Das war ein gesellschaftlicher Treffpunkt und es gab dort rauschende Feste und von dort aus regierte Makart gleichsam Wien."

Ein Teil der Ausstellung widmet sich dem großen Festzug anlässlich des 25. Jubiläums des Kaiserpaares 1879. Das inszenierte Makart in großem Stil.

Peter Stuiber, Wien Museum: "Man muss sich das einmal vorstellen: Da hat Makart wirklich den modernen Massenevent erfunden. Er hat für diesen Festzug Kostüme entworfen und Wägen entworfen, für die einzelnen Stände beziehungsweise eigentlich für die einzelnen Branchen. Also zum Beispiel für die Sattler oder für die Bäcker, et cetera. Da sind dann historische Kostüme geschneidert worden und man muss sich vorstellen, da haben allein bei diesem Festzug 14.000 Leuten mitgemacht. Viele tausende davon in historischen Kleidern. Und es waren 300.000 Leute entlang des Ringes, die sich das angesehen haben."

Übrigens widmet auch das Untere Belvedere Makart derzeit eine Schau. Zwei Museen, ein Künstler - das geht eben nur, wenn man ein Malerfürst ist.

Peter Stuiber, Wien Museum: "Kein anderer Künstler im 19. Jahrhundert hat diese Stadt so geprägt wie Hans Makart. Wenn man vielleicht vergleicht Wien um 1900 - man spricht nicht von der Otto-Wagner-Zeit oder von der Klimt-Zeit, obwohl das natürlich sehr bedeutende Künstler waren, aber man spricht von der Makart-Zeit. Und allein das unterstreicht schon welche Bedeutung dieser Künstler für Wien hatte."

Archiv-Video vom 01.07.2011:
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Wien Museum widmet sich Hans Makart 2011

Das Wien Museum widmet sich unserer Stadt in all ihren Facetten. Da dürfen selbstverständlich auch Persönlichkeiten nicht fehlen, die die Geschichte der Stadt maßgeblich geprägt haben. Eine davon war der Künstler Hans Makart, dessen Werke jetzt in den Ausstellungsräumen des Künstlerhauses zu sehen sind.

Länge: 3 Min. 41 Sek.
Produktionsdatum: 2011
Erstausstrahlung: 01.07.2011
Copyright: Stadt Wien

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