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Gemeinderat, 37. Sitzung vom 25.04.2023, Wörtliches Protokoll  -  Seite 76 von 103

 

wenn es um Hormone geht, wahnsinnig kritisch, wir wollen die nicht im Essen haben, im Fleisch, und so weiter, und da fällt plötzlich diese extrem kritische Haltung bei vielen weg.

 

Sehr geehrte Damen und Herren, wir haben ja heute leider den Zustand, dass sehr viele Kinder und Jugendliche verunsichert sind in ihrem Selbstfindungsprozess, nicht wissen, wohin sie gehören. Sie können zum Teil mit sich selbst wenig anfangen oder sie sind auch sich selbst gegenüber sehr negativ eingestellt. Und da erscheint ja das, was ihnen da vorgezeigt oder an sie herangebracht wird, dann vielleicht wie ein Rettungsanker. Und das ist das Gefährliche. Es geht um eine ganz andere psychische Störung oder um einen Zustand ihrer seelischen Entwicklung, der natürlich von Fachleuten diagnostiziert und dann auch mit einer entsprechenden Therapie beseitigt gehört. Kinder und Jugendliche suchen natürlich auch nach Rettungsankern und wenn sie dann als Heil sozusagen dieses Angebot bekommen - na, schau einmal, vielleicht bist ja gar nicht im richtigen Körper oder würdest dich viel wohler fühlen in einem anderen Körper, wenn du ein anderes Geschlecht annimmst, und das passiert ja, das wird ja herangetragen, auch in vielen Medien, die Jugendliche konsumieren, dann erscheint unter Umständen eine Therapie mit Hormonen, dieses Verzögern in eine Pubertäts- und Erwachsenenphase zu kommen, vielleicht wie ein Rettungsanker. Eltern werden unter Umständen ausgesperrt, hier mit eine Entscheidung zu treffen, und es ist ein irreversibler medizinischer Eingriff.

 

Und das ist etwas, was wir einfach wirklich hintanhalten wollen. Ich möchte von allen wissen, die Eltern sind, würden Sie das wirklich für Ihr Kind wollen? Würden Sie wirklich Ihr Kind einer solchen Therapie zuführen wollen? Ich kann mir das nicht vorstellen. (StR Peter Kraus, BSc: Haben Sie schon einmal mit Eltern von Transgenderpersonen geredet?!) - Ich sage Ihnen dann nachher was, das würde jetzt vom Rednerpult zu lange dauern. - Ich habe sehr gute Zugänge und einen sehr sachlichen Zugang dazu. Meine Schwester ist Klinische Psychologin, sehr breit aufgestellt und hat mir sehr viel über unterschiedlichste Themen gesagt, betreut auch Jugendliche. Und deswegen ist mein Zugang wirklich der, dass Jugendliche, die sich in Krisen befinden, das erhalten müssen, was sie brauchen, nämlich eine gute Diagnose. Und die kann auch nur ein Klinischer Psychologe oder Psychiater stellen, eine gute Anschlusstherapie und natürlich auch unter Umständen eine Änderung des Lebensstils im Familienumfeld. (StR Peter Kraus, BSc: Hört auf, das Lebensstil zu nennen!) - Das ist sehr wichtig. Es ist Ihnen sehr unangenehm, Sie wollen das nicht hören. (Beifall bei der FPÖ.)

 

Es kann und darf nicht sein, dass unter dem Deckmantel, hier besonders Gutes zu tun, in Wirklichkeit Schlechtes für Kinder und Jugendliche getan wird. Und da sind wir auf dem Weg dazu und ich verstehe es wirklich nicht, warum Sie diese Geister so heraufbeschwören, warum ist Ihnen so wichtig, dass Kinder von Dragqueens vorgelesen bekommen. Das ist ja die Aufgabe. Natürlich sollen Kinder vorgelesen bekommen, natürlich sollen Kinder Bücher lesen. Warum müssen es die sein? Und wenn Sie so gern lesen, es gibt ja viele Menschen, denen man vorlesen kann. (StR Peter Kraus, BSc: Weil das die Eltern selbst entscheiden und nicht die Politik! - Zunehmende Unruhe im Saal.) - Natürlich entscheiden Eltern, wo sie mit ihren Kindern hingehen, wenn es ein privates Angebot ist, keine Frage, aber es wird ja jetzt öffentlich befördert. Sehr geehrte Damen und Herren, ich glaube, es ist wirklich wichtig, darauf zu schauen und hier nicht in ein Fahrwasser einer Modeerscheinung zu kommen, der sich dann auch die Jugendlichen in irgendeiner Form, weil sie das ja gemeinsam oft besprechen und beschließen, anschließen und dann irreversible Schäden an den Kindern angerichtet werden. Und das Erste wäre natürlich, dass wir ganz strikt diese Pubertätsblocker und diese Hormontherapie verunmöglichen, weil genau das ein Eingriff in die Gesundheit, in die physische Gesundheit vom Menschen ist, der inakzeptabel ist, der einfach nicht sein darf. (Beifall bei der FPÖ.) Es ist auch schon angesprochen worden … 

 

Vorsitzende GRin Gabriele Mörk (unterbrechend): Frau Gemeinderätin, einen Moment, bitte. Darf ich ersuchen, dass der Geräuschpegel hier im Saal gesenkt wird und bitte Gespräche, wenn notwendig, hinter der Bank geführt werden. Danke. - Bitte, Frau Gemeinderätin.

 

GRin Veronika Matiasek (fortsetzend): Ein weiterer Punkt, den ich auch ansprechen möchte, der mich auch als Frau bewegt, ist genau das, dass Männer, die vorgeben, sich als Frauen zu fühlen, sich vielleicht wirklich auch als Frauen fühlen, in die weiblichen Räume eindringen. Und hier gibt es ein Thema, wo das ganz stark wirkt, das ist der Bereich Sport. Es gibt ja schon die eine oder andere Sportlerin - unter Anführungszeichen -, die eigentlich ein Mann ist. Und natürlich, es war jetzt gerade erst der Marathon am Sonntag, es zeigt sich ganz deutlich, weibliche und männliche Leistungen im Sport sind unterschiedlich. Es gibt Bereiche im Sport, wo es um sehr viel Geld geht, und da ist es ein echtes Problem, wenn Sportlerinnen, die keine Sportlerinnen sind, eine Mannschaft verstärken, gegenüber zum Beispiel einem Team, das nur aus Frauen besteht. Dort, wo Männer mit dabei sind, haben die die Nase eindeutig vorne, das ist so. Schauen Sie sich an, die schnellste Läuferin, die wirklich sensationell gut gelaufen ist, auch in den vergangenen Jahren, sie wird nie an die Leistung von Männern herankommen, weil dieser Unterschied besteht. Na, wie unfair wäre das, wenn dann eine vermeintliche Frau, die aber in Wirklichkeit in einem männlichen Körper mit der männlichen Leistungskraft steckt, hier in einem Wettkampf … (StR Peter Kraus, BSc: Deswegen wird darüber geredet, wie man das regeln kann!) - Und deswegen ist das auch ein wirklich wichtiges Thema im Sport, und damit muss man sich auseinandersetzen. Und wenn man alles immer so (GR Christian Hursky: Wenn Sie es sich angeschaut hätten, würden Sie wissen, dass es längst geregelt ist!) - Noch nicht, und es ist sehr wichtig, dass man hier auch einen Riegel vorschiebt. Schauen Sie über den großen Teich, dort passiert schon viel mehr, als Sie hier glauben. Sie sagen immer, es ist nichts, es ist nichts, und dann kommt irgendwann einmal das Aufwachen. Es ist einerseits natürlich in den Sportbereichen, wo es um viel Geld geht, aber es ist andererseits auch dort, wo eine Mädchenmannschaft oder Sportlerinnen hintanstehen müssen,

 

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