Richtlinie über den Kombinierten Verkehr

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Die Europäische Kommission (EK) hat am 7. November 2023 einen Legislativ-Vorschlag vorgestellt, mit dem die geltende Richtlinie über den Kombinierten Verkehr (KV) aktualisiert und das Paket zur Ökologisierung des Güterverkehrs (welches größtenteils im Juli 2023 angenommen wurde) ergänzt wird.

Der Güterverkehr in der EU soll nachhaltiger werden. Dazu will die EU-Kommission die Wettbewerbsfähigkeit des intermodalen Güterverkehrs im Vergleich zum reinen Straßengüterverkehr verbessern. Dieser Vorschlag zielt darauf ab, die negativen externen Effekte des Güterverkehrs, wie CO2-Emissionen und andere Emissionen wie Staus, Lärm und Unfälle zu verringern, indem eine Verlagerung des Fernverkehrs von der Straße auf die Schiene, die Binnenschifffahrt und den Seeverkehr gefördert wird.

Die neue Richtlinie soll die Mitgliedstaaten unter anderem dazu verpflichten, einen nationalen politischen Rahmen für den Kombinierten Verkehr zu schaffen und legt eine Transparenz-Anforderung für intermodale Umschlag-Terminals fest. Die Terminalbetreiber werden demnach verpflichtet, auf ihren Websites Mindestinformationen über die Dienstleistungen und Einrichtungen ihrer EU-Umschlag-Terminals bereitzustellen.

Ebenso gibt der Vorschlag den Mitgliedstaaten das Wettbewerbsziel vor, die durchschnittlichen Haus-zu-Haus-Kosten im Kombinierten Verkehr innerhalb von 7 Jahren um mindestens 10 Prozent zu senken, und verpflichtet sie, erforderliche Maßnahmen zu ergreifen. Zusätzlich sieht die Richtlinie eine neue EU-weite Befreiung von Wochenend-, Feiertags- und Nachtfahrverboten für den Vor- und Nachlauf im Kombinierten Verkehr vor. Ziel ist es, die Auslastung der Terminals und anderer Infrastrukturen zu verbessern, indem Lkws, die kurze Zubringerstrecken fahren, die Terminals je nach Bedarf erreichen können.

Auswirkungen für die Stadt Wien

Die Stadt Wien wird als urbanes Zentrum und wichtiger Knotenpunkt im europäischen Güterverkehr von den Neuerungen der aktualisierten Richtlinie über den Kombinierten Verkehr betroffen sein. Die Förderung des intermodalen Verkehrs steht im Einklang mit den städtischen Bestrebungen, den Verkehr nachhaltiger zu gestalten und die Lebensqualität der Wiener*innen zu verbessern.

Die Verlagerung des Fernverkehrs von der Straße auf Schiene und Wasserwege kann dazu beitragen, die Emissionen und die Verkehrsbelastung in der Stadt zu reduzieren. Als Reaktion auf den Legislativ-Vorschlag der Europäischen Kommission wird sich Wien intensiv mit den Auswirkungen auf die lokale Infrastruktur und die bestehenden Verkehrskonzepte auseinandersetzen.

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