Landesgesetzblatt für Wien
Jahrgang 2010 | Ausgegeben am 12. Februar 2010 | 13. Stück |
13. Gesetz: | Wiener land- und forstwirtschaftliche
Gleichbehandlungsgesetz; Änderung [CELEX-Nrn.: 376L0207, 32000L0043,
32000L0078, 32002L0073 und 32006L0054] |
13.
Gesetz, mit dem das Wiener land- und forstwirtschaftliche
Gleichbehandlungsgesetz
geändert wird
geändert wird
Der Wiener Landtag hat beschlossen:
Artikel I
Das Wiener land- und forstwirtschaftliche Gleichbehandlungsgesetz, LGBl.
für Wien Nr. 25/1980, zuletzt geändert durch das Gesetz LGBl.
für Wien Nr. 45/2006, wird wie folgt geändert:
1. In § 1 Abs. 1 entfällt die Absatzbezeichnung „(1)“ und in Z 1 wird nach dem Wort „Arbeiter“ die Wortfolge „und Arbeiterinnen“ eingefügt.
2. § 1 Abs. 2 entfällt.
3. In § 2 Abs. 4 wird jeweils nach der Wortfolge „Ehe- und Lebenspartner“ im dritten Satz nach Setzung eines Beistrichs die Wortfolge „Ehe- und Lebenspartnerinnen“ und im vierten Satz die Wortfolge „und Ehe- und Lebenspartnerinnen“ eingefügt.
4. In § 2c Abs. 4 Z 1 wird nach dem Wort „Arbeitnehmern“ die Wortfolge „und Arbeitnehmerinnen“ eingefügt.
5. In § 2c Abs. 7 Z 2 wird nach dem Wort „Arbeitgebers“ die Wortfolge „bzw. der Arbeitgeberin“ eingefügt.
6. In § 2c Abs. 8 erster Satz wird vor dem Wort „Betroffenen“ die Wortfolge „bzw. der“ eingefügt.
7. In § 2d Abs. 1 wird jeweils nach dem Wort „Arbeitgeber“ in Z 1 die Wortfolge „bzw. von der Arbeitgeberin“ und in Z 2 die Wortfolge „bzw. die Arbeitgeberin“ sowie nach dem Wort „er“ die Wortfolge „bzw. sie“ eingefügt.
8. § 2d Abs. 2 lautet:
1. In § 1 Abs. 1 entfällt die Absatzbezeichnung „(1)“ und in Z 1 wird nach dem Wort „Arbeiter“ die Wortfolge „und Arbeiterinnen“ eingefügt.
2. § 1 Abs. 2 entfällt.
3. In § 2 Abs. 4 wird jeweils nach der Wortfolge „Ehe- und Lebenspartner“ im dritten Satz nach Setzung eines Beistrichs die Wortfolge „Ehe- und Lebenspartnerinnen“ und im vierten Satz die Wortfolge „und Ehe- und Lebenspartnerinnen“ eingefügt.
4. In § 2c Abs. 4 Z 1 wird nach dem Wort „Arbeitnehmern“ die Wortfolge „und Arbeitnehmerinnen“ eingefügt.
5. In § 2c Abs. 7 Z 2 wird nach dem Wort „Arbeitgebers“ die Wortfolge „bzw. der Arbeitgeberin“ eingefügt.
6. In § 2c Abs. 8 erster Satz wird vor dem Wort „Betroffenen“ die Wortfolge „bzw. der“ eingefügt.
7. In § 2d Abs. 1 wird jeweils nach dem Wort „Arbeitgeber“ in Z 1 die Wortfolge „bzw. von der Arbeitgeberin“ und in Z 2 die Wortfolge „bzw. die Arbeitgeberin“ sowie nach dem Wort „er“ die Wortfolge „bzw. sie“ eingefügt.
8. § 2d Abs. 2 lautet:
„(2) Sexuelle Belästigung liegt vor, wenn ein der sexuellen
Sphäre zugehöriges Verhalten gesetzt wird, das die Würde einer
Person beeinträchtigt oder dies bezweckt, für die betroffene Person
unerwünscht, unangebracht oder anstößig ist und
1. eine einschüchternde, feindselige oder demütigende
Arbeitsumwelt für die betroffene Person schafft oder dies bezweckt
oder
2. der Umstand, dass die betroffene Person ein der sexuellen Sphäre
zugehöriges Verhalten seitens des Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin oder
des bzw. der Vorgesetzten oder des Kollegen bzw. der Kollegin zurückweist
oder duldet, ausdrücklich oder stillschweigend zur Grundlage einer
Entscheidung mit Auswirkungen auf den Zugang dieser Person zur Berufsausbildung,
Beschäftigung, Weiterbeschäftigung, Beförderung oder Entlohnung
oder zur Grundlage einer anderen Entscheidung in der Arbeitswelt gemacht
wird.“
9. In § 2e Abs. 1 wird jeweils nach dem Wort „Arbeitgeber“ in Z 1 die Wortfolge „bzw. von der Arbeitgeberin“ und in Z 2 die Wortfolge „bzw. die Arbeitgeberin“ sowie nach dem Wort „er“ die Wortfolge „bzw. sie“ eingefügt.
10. § 2e Abs. 2 lautet:
„(2) Belästigung liegt vor, wenn ein geschlechtsbezogenes oder
mit einem der Gründe nach § 2 Abs. 2 in Zusammenhang
stehendes Verhalten gesetzt wird, das die Würde einer Person
beeinträchtigt oder dies bezweckt, für die betroffene Person
unerwünscht ist und
1. eine einschüchternde, feindselige oder demütigende
Arbeitsumwelt für die betroffene Person schafft oder dies bezweckt
oder
2. der Umstand, dass die betroffene Person eine solche Verhaltensweise
seitens des Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin oder des bzw. der Vorgesetzten
oder des Kollegen bzw. der Kollegin zurückweist oder duldet,
ausdrücklich oder stillschweigend zur Grundlage einer Entscheidung mit
Auswirkungen auf den Zugang dieser Person zur Berufsausbildung,
Beschäftigung, Weiterbeschäftigung, Beförderung oder Entlohnung
oder zur Grundlage einer anderen Entscheidung in der Arbeitswelt gemacht
wird.“
11. In § 2f wird nach dem Wort „Arbeitnehmer“ die Wortfolge „bzw. Arbeitnehmerinnen“ sowie nach dem Wort „Arbeitgebers“ die Wortfolge „bzw. der Arbeitgeberin“ eingefügt.
12. In § 2g Abs. 1 und 2 wird jeweils nach dem Wort „Arbeitgeber“ die Wortfolge „bzw. die Arbeitgeberin“ eingefügt.
13. In § 2g Abs. 3 wird nach dem Wort „Arbeitsvermittler“ die Wortfolge „und Arbeitsvermittlerinnen“ eingefügt sowie das Zitat „BGBl. I Nr. 64/2002“ durch das Zitat „BGBl. I Nr. 82/2008“ ersetzt.
14. § 2i Abs. 1 bis 7 lauten:
„(1) Ist das Arbeitsverhältnis wegen Verletzung des
Gleichbehandlungsgebotes des § 2 Abs. 1 Z 1 oder des
§ 2 Abs. 2 Z 1 nicht begründet worden, so ist der
Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin gegenüber dem Stellenwerber bzw. der
Stellenwerberin zum Ersatz des Vermögensschadens und zu einer
Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung
verpflichtet. Der Ersatzanspruch beträgt
1. mindestens zwei Monatsentgelte, wenn der Stellenwerber bzw. die
Stellenwerberin bei diskriminierungsfreier Auswahl die Stelle erhalten
hätte, oder
2. bis 500 Euro, wenn der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin
nachweisen kann, dass der einem Stellenwerber bzw. einer Stellenwerberin durch
die Diskriminierung entstandene Schaden nur darin besteht, dass die
Berücksichtigung seiner bzw. ihrer Bewerbung verweigert wird.
(2) Erhält ein Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin wegen Verletzung
des Gleichbehandlungsgebotes des § 2 Abs. 1 Z 2 oder des
§ 2 Abs. 2 Z 2 durch den Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin
für gleiche Arbeit oder für eine Arbeit, die als gleichwertig
anerkannt wird, ein geringeres Entgelt als ein Arbeitnehmer bzw. eine
Arbeitnehmerin des anderen Geschlechtes oder ein geringeres Entgelt als ein
Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin, bei dem bzw. der eine Diskriminierung
wegen eines in § 2 Abs. 2 genannten Grundes nicht erfolgt, so hat
er bzw. sie gegenüber dem Arbeitgeber bzw. der Arbeitgeberin Anspruch auf
Bezahlung der Differenz und auf eine Entschädigung für die erlittene
persönliche Beeinträchtigung.
(3) Bei Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes des § 2
Abs. 1 Z 3 oder des § 2 Abs. 2 Z 3 hat der
Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin Anspruch auf Gewährung der
betreffenden Sozialleistung oder auf Ersatz des Vermögensschadens und auf
eine Entschädigung für die erlittene persönliche
Beeinträchtigung.
(4) Bei Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes des § 2
Abs. 1 Z 4 oder des § 2 Abs. 2 Z 4 hat der
Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin Anspruch auf Einbeziehung in die
entsprechenden betrieblichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen oder auf
Ersatz des Vermögensschadens und auf eine Entschädigung für die
erlittene persönliche Beeinträchtigung.
(5) Ist ein Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin wegen Verletzung des
Gleichbehandlungsgebotes des § 2 Abs. 1 Z 5 oder des
§ 2 Abs. 2 Z 5 nicht beruflich aufgestiegen, so ist der
Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin gegenüber dem Arbeitnehmer bzw. der
Arbeitnehmerin zum Ersatz des Vermögensschadens und zu einer
Entschädigung für die erlittene persönliche Beeinträchtigung
verpflichtet. Der Ersatzanspruch beträgt
1. die Entgeltdifferenz für mindestens drei Monate, wenn der
Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin bei diskriminierungsfreier Auswahl
beruflich aufgestiegen wäre, oder
2. bis 500 Euro, wenn der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin
nachweisen kann, dass der einem Arbeitnehmer bzw. einer Arbeitnehmerin durch die
Diskriminierung entstandene Schaden nur darin besteht, dass die
Berücksichtigung seiner bzw. ihrer Bewerbung verweigert wird.
(6) Bei Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes des § 2
Abs. 1 Z 6 oder des § 2 Abs. 2 Z 6 hat der
Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin Anspruch auf Gewährung der gleichen
Arbeitsbedingungen wie ein Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin des anderen
Geschlechtes oder wie ein Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin, bei dem bzw.
der eine Diskriminierung wegen eines in § 2 Abs. 2 genannten
Grundes nicht erfolgt, oder auf Ersatz des Vermögensschadens und auf eine
Entschädigung für die erlittene persönliche
Beeinträchtigung.
(7) Ist das Arbeitsverhältnis vom Arbeitgeber bzw. von der
Arbeitgeberin wegen des Geschlechtes des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin
oder wegen eines in § 2 Abs. 2 genannten Grundes oder wegen der
nicht offenbar unberechtigten Geltendmachung von Ansprüchen nach diesem
Gesetz gekündigt oder vorzeitig beendigt worden oder ist das
Probearbeitsverhältnis wegen eines solchen Grundes aufgelöst worden
(§ 2 Abs. 1 Z 7 oder § 2 Abs. 2 Z 7), so
kann die Kündigung, Entlassung oder Auflösung des
Probearbeitsverhältnisses bei Gericht angefochten werden. Ist ein
befristetes, auf die Umwandlung in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis
angelegtes Arbeitsverhältnis wegen des Geschlechtes des Arbeitnehmers bzw.
der Arbeitnehmerin oder wegen eines in § 2 Abs. 2 genannten
Grundes oder wegen der nicht offenbar unberechtigten Geltendmachung von
Ansprüchen nach diesem Gesetz durch Zeitablauf beendet worden, so kann auf
Feststellung des unbefristeten Bestehens des Arbeitsverhältnisses geklagt
werden. Lässt der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin die Beendigung gegen
sich gelten, so hat er bzw. sie Anspruch auf Ersatz des Vermögensschadens
und auf eine Entschädigung für die erlittene persönliche
Beeinträchtigung.“
15. § 2i Abs. 11 und 12 lauten:
„(11) Bei einer sexuellen Belästigung nach § 2d oder
einer Belästigung nach § 2e hat der Arbeitnehmer bzw. die
Arbeitnehmerin gegenüber dem Belästiger bzw. der Belästigerin und
im Fall der §§ 2d Abs. 1 Z 2 oder 2e Abs. 1
Z 2 auch gegenüber dem Arbeitgeber bzw. der Arbeitgeberin Anspruch auf
Ersatz des erlittenen Schadens. Soweit der Nachteil nicht nur in einer
Vermögenseinbuße besteht, hat die betroffene Person zum Ausgleich der
erlittenen persönlichen Beeinträchtigung Anspruch auf angemessenen,
mindestens jedoch auf 720 Euro Schadenersatz.
(12) Insoweit sich im Streitfall die betroffene Person auf einen
Diskriminierungstatbestand im Sinne der §§ 2, 2a, 2d oder 2e
beruft, hat sie diesen glaubhaft zu machen. Dem bzw. der Beklagten obliegt es
bei Berufung auf §§ 2 oder 2a zu beweisen, dass es bei
Abwägung aller Umstände wahrscheinlicher ist, dass ein anderes von ihm
bzw. ihr glaubhaft gemachtes Motiv für die unterschiedliche Behandlung
ausschlaggebend war oder das andere Geschlecht unverzichtbare Voraussetzung
für die auszuübende Tätigkeit ist oder ein Rechtfertigungsgrund
im Sinne der §§ 2b Abs. 3 und 4 oder 2c vorliegt. Bei
Berufung auf §§ 2c Abs. 9, 2d oder 2e obliegt es dem bzw.
der Beklagten zu beweisen, dass es bei Abwägung aller Umstände
wahrscheinlich ist, dass die von ihm bzw. ihr glaubhaft gemachten Tatsachen der
Wahrheit entsprechen.“
16. Nach § 2i Abs. 13 wird folgender Abs. 14 angefügt:
„(14) Liegt eine Mehrfachdiskriminierung vor, so ist darauf bei der
Bemessung der Höhe der Entschädigung für die erlittene
persönliche Beeinträchtigung Bedacht zu nehmen.“
17. § 2j lautet:
„§ 2j. Als Reaktion auf eine Beschwerde oder die
Einleitung eines Verfahrens zur Durchsetzung des Gleichbehandlungsgebotes darf
ein Arbeitnehmer bzw. eine Arbeitnehmerin durch den Arbeitgeber bzw. die
Arbeitgeberin innerhalb des betreffenden Unternehmens (Betriebes) nicht
entlassen, gekündigt oder anders benachteiligt werden. Auch ein anderer
Arbeitnehmer bzw. eine andere Arbeitnehmerin, der bzw. die als Zeuge bzw. Zeugin
oder Auskunftsperson in einem Verfahren auftritt oder eine Beschwerde eines
anderen Arbeitnehmers bzw. einer anderen Arbeitnehmerin unterstützt, darf
als Reaktion auf eine Beschwerde oder auf die Einleitung eines Verfahrens zur
Durchsetzung des Gleichbehandlungsgebotes nicht entlassen, gekündigt oder
anders benachteiligt werden. § 2i gilt
sinngemäß.“
18. § 3 Abs. 2 zweiter Satz lautet:
„Den Vorsitz hat der Landeshauptmann bzw. die Landeshauptfrau oder
ein von ihm bzw. ihr betrauter Bediensteter oder eine von ihm bzw. ihr betraute
Bedienstete des Amtes der Landesregierung zu führen.“
19. In § 3 Abs. 3 wird vor dem Wort „Vorsitzenden“ die Wortfolge „bzw. der“ eingefügt.
20. In § 3 Abs. 3 Z 5 wird nach dem Wort „Vertreter“ die Wortfolge „bzw. Vertreterinnen“ eingefügt.
21. In § 3 Abs. 5 und § 3a Abs. 1 zweiter Satz wird jeweils vor dem Wort „Vorsitzenden“ die Wortfolge „bzw. der“ eingefügt.
22. § 3a Abs. 4 lautet:
„(4) Die Anwältin für Gleichbehandlungsfragen
(Stellvertreterin) kann, falls erforderlich, auf Grund einer behaupteten
Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes den Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin
zur Abgabe einer schriftlichen Stellungnahme auffordern. Sie kann auch weitere
Auskünfte vom Arbeitgeber bzw. von der Arbeitgeberin, vom Betriebsrat oder
den Beschäftigten des betroffenen Betriebes einholen. Diese sind
verpflichtet, der Anwältin für Gleichbehandlungsfragen
(Stellvertreterin) die für die Durchführung ihrer Aufgaben
erforderlichen Auskünfte zu erteilen.“
23. § 3a Abs. 6 letzter Satz lautet:
„Vor Besichtigung eines Betriebes ist der Arbeitgeber bzw. die
Arbeitgeberin so rechtzeitig zu verständigen, dass dieser bzw. diese oder
eine von ihm bzw. ihr namhaft gemachte Person an der Besichtigung teilnehmen
kann.“
24. In § 5 Abs. 2 wird vor dem Wort „Vorsitzenden“ die Wortfolge „bzw. der“ sowie nach dem Wort „Vertreter“ die Wortfolge „bzw. Vertreterinnen“ eingefügt.
25. § 6 Abs. 1 bis 3 lauten:
„(1) Auf Antrag eines Arbeitnehmers bzw. einer Arbeitnehmerin, eines
Arbeitgebers bzw. einer Arbeitgeberin, eines Betriebsrates bzw. einer
Betriebsrätin, einer der im § 3 Abs. 3 Z 1 bis 4
genannten Interessenvertretungen, auf Verlangen der Anwältin für
Gleichbehandlungsfragen (Stellvertreterin) oder von Amts wegen hat die
Kommission im Einzelfall zu prüfen, ob eine Verletzung des
Gleichbehandlungsgebotes vorliegt.
(2) Der Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin hat das Recht, sich im
Verfahren vor der Kommission durch eine Person seines bzw. ihres Vertrauens,
insbesondere einen Vertreter bzw. eine Vertreterin einer Interessenvertretung
oder einer Nichtregierungsorganisation, vertreten zu lassen. Die Kommission hat
auf Antrag des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin einen Vertreter bzw. eine
Vertreterin einer von dieser Person namhaft gemachten
Nichtregierungsorganisation als Auskunftsperson beizuziehen. Die Kommission hat
den Arbeitnehmer bzw. die Arbeitnehmerin zugleich mit der Einleitung der
jeweiligen Einzelfallprüfung über dieses Antragsrecht
ausdrücklich zu belehren.
(3) Ist die Kommission der Auffassung, dass eine Verletzung des
Gleichbehandlungsgebotes vorliegt, so hat sie dem Arbeitgeber bzw. der
Arbeitgeberin schriftlich einen Vorschlag zur Verwirklichung der
Gleichbehandlung zu übermitteln und ihn bzw. sie aufzufordern, die
Diskriminierung zu beenden.“
26. In § 6 Abs. 4 wird nach dem Wort „Arbeitgeber“ die Wortfolge „bzw. die Arbeitgeberin“ eingefügt.
27. In § 6 Abs. 5 wird nach dem Wort „Arbeitnehmers“ die Wortfolge „bzw. der Arbeitnehmerin“ eingefügt.
28. § 6a Abs. 1 erster Satz lautet:
„Ergibt sich auf Grund einer Mitteilung eines bzw. einer
Antragsberechtigten gemäß § 6 Abs. 1 oder der
Anwältin für Gleichbehandlungsfragen (Stellvertreterin), in der die
behaupteten Umstände glaubhaft zu machen sind, die Vermutung der
Nichteinhaltung des Gleichbehandlungsgebotes, so hat der Arbeitgeber bzw. die
Arbeitgeberin der Kommission auf Verlangen einen schriftlichen Bericht zu
erstatten.“
29. In § 6a Abs. 4 wird nach dem Wort „Arbeitgeber“ die Wortfolge „bzw. die Arbeitgeberin“ eingefügt.
30. In § 7 Abs. 1, 3 und 4 wird jeweils vor dem Wort „Vorsitzende“ die Wortfolge „bzw. die“ eingefügt.
31. In § 7 Abs. 5 wird vor dem Wort „Vorsitzenden“ die Wortfolge „bzw. der“ eingefügt.
32. § 8 Abs. 2 zweiter Satz lautet:
„Den Vorsitz hat der bzw. die Vorsitzende der Kommission oder ein
bzw. eine von ihm bzw. ihr damit betrauter Bediensteter bzw. betraute
Bedienstete zu führen; die übrigen Mitglieder sind vom bzw. von der
Vorsitzenden der Kommission aus dem Kreis der im § 3 Abs. 3
Z 1 bis 4 genannten Mitglieder oder deren Ersatzmitglieder zu
entnehmen.“
33. In § 10 Abs. 1 und 3 wird jeweils nach dem Wort „Vertreter“ die Wortfolge „bzw. Vertreterinnen“ eingefügt.
34. In § 10 Abs. 2 und § 11a wird jeweils nach dem Wort „Arbeitgeber“ die Wortfolge „bzw. Arbeitgeberinnen“ eingefügt.
35. In § 11 Abs. 1 wird die Zitierung „BGBl. I Nr. 77/2004“ durch die Zitierung „BGBl. I Nr. 40/2009“ ersetzt.
36. § 12 lautet:
„§ 12. Jeder Arbeitgeber bzw. jede Arbeitgeberin hat
einen Ausdruck dieses Gesetzes im Betrieb an geeigneter, für die
Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen leicht zugänglicher Stelle
aufzulegen.“
37. In § 13 Abs. 1 wird nach dem Wort
„Arbeitsvermittler“ die Wortfolge „bzw. private
Arbeitsvermittlerin“ und nach dem Wort
„Stellenwerbers“ die Wortfolge „bzw. der
Stellenwerberin“ eingefügt sowie das Zitat „BGBl. I
Nr. 64/2004“ durch das Zitat „BGBl. I
Nr. 12/2009“ ersetzt.
38. In § 13 Abs. 2 wird nach dem Wort
„Arbeitgeber“ die Wortfolge „bzw.
Arbeitgeberin“ sowie nach dem Wort „Stellenwerbers“
die Wortfolge „bzw. der Stellenwerberin“
eingefügt.
39. In § 14 Z 1 wird der Strichpunkt durch einen Beistrich ersetzt und die Wortfolge „in der Fassung der Richtlinie 2006/54/EG zur Verwirklichung des Grundsatzes der Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen (Neufassung), ABl. Nr. L 204 vom 26.7.2006, S. 23;“ angefügt.
Artikel II
Dieses Gesetz tritt mit Ablauf des Tages seiner Kundmachung in
Kraft.
Der Landeshauptmann: | Der Landesamtsdirektor: |
Häupl | Theimer |
Medieninhaber: Land Wien – Herstellung:
druck aktiv OG, 2301 Groß-Enzersdorf
Druck: MA 53 – Presse- und
Informationsdienst der Stadt Wien (PID), 1082 Wien, Rathaus, Stiege
3
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dienst der Stadt Wien, Rathaus, 1082 Wien, Tel.: (01) 4000-81026 DW bestellt bzw. abonniert werden.
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