Gemeinderat,
18. Sitzung vom 02.03.2007, Wörtliches Protokoll - Seite 81 von 104
(GRin
Henriette FRANK: Aber die Frau Bezirksvorsteherin fühlt sich nicht zuständig!)
Zu den angesprochenen Diskussionsbeiträgen von GR
Mahdalik: Es gibt dort zweifellos Probleme. Ich darf das sagen, weil ich selbst
viele Jahre in einer Funktion in einer Genossenschaft tätig war: Wo gibt es die
nicht bei Neubauten, dass in den ersten Jahren einfach Probleme auftauchen, bis
die Genossenschafter oder die Eigentümer sozusagen zusammenwachsen und dann
eine gewisse Gemeinschaft entsteht? Das ist dort teilweise schon geschehen,
aber leider nicht immer und überall in dieser ganzen Angelegenheit. Aber ich
glaube, wenn man bemüht ist, die Kritik, die teilweise, das steht außer
Diskussion, berechtigt ist, in den einzelnen Punkten aufzuarbeiten, dann kommt
man wirklich zu dem, was diese Anlage sein soll, nämlich eine Musteranlage und
ein Vorzeigeprojekt der Stadtplanung.
Kollegin Frank, Sie haben diese Punkte angesprochen
und dankenswerterweise auch von teilweise gelungenen Projekte in der Anlage gesprochen.
Nicht alles ist, wie gesagt, so, wie es eigentlich geplant war. Auf die
Problematik, die es bei den Spielplätzen gibt, habe ich schon hingewiesen. Ich
hoffe, dass diese Sache mit der neuen Lösung besser ist. Die ganzen Probleme,
angefangen vom Schwimmbad bis zum Übergang und dergleichen, was in einem frei
finanzierten Bereich ist, sind ausschließlich eine Angelegenheit zwischen den
Eigentümern und den Bauträgern. Wir haben als Stadtverwaltung einzig und allein
die Aufgabe, wenn etwas nicht funktioniert, als Hoheitsverwaltung in der
Kontrolle einzugreifen, aber erst dann, wie gesagt. Das gilt auch nur für die,
wo wir als Stadt Wien die Möglichkeit der Finanzierung gehabt haben. Dann haben
wir die Möglichkeit, notfalls in diesen Bereichen auch einzugreifen.
Herr StR Ellensohn, für uns ist nicht alles in
Ordnung! Herr Stadtrat, wir wissen, dass es, wie gesagt, Probleme gibt. Sowohl
Bezirksräte als auch Gemeinderäte nehmen sich dieser Probleme an. Natürlich
greift auch die Frau Bezirksvorsteherin in x Gesprächen diese Probleme auf
und ist, wie das Beispiel Spielplatz zeigt, bemüht, eine Lösung zu finden. (GR Alfred Hoch: Das ist ein VP-Antrag
gewesen!)
Zum Schluss noch einmal, ich glaube, dass es ein
gutes, ein Vorzeigeprojekt ist. Wenn man, wie gesagt, die einzelnen Mängel, die
zu beheben sind, aus der Welt schafft, dann kann diese Anlage durchaus als
gelungen bezeichnet werden. Ich hoffe, dass letzten Endes auch die
Oppositionsparteien davon überzeugt werden können, dass diese Anlage eine gute
und schöne Anlage ist, es ist auch gesagt worden, mit einem ganz herrlichen
Ausblick Richtung Süden. Dieser Ausblick und der unmittelbare Grünbereich haben
viele dazu bewogen, dass sie dort eine Wohnung genommen haben. - Danke schön
für die Aufmerksamkeit. (Beifall bei der
SPÖ.)
Vorsitzende GRin Inge Zankl: Als Nächster am Wort ist Herr GR Dr Madejski.
GR Dr Herbert Madejski (Klub der Wiener Freiheitlichen): Sehr
geehrte Frau Vorsitzende! Herr Stadtrat! Meine sehr geehrten Damen und Herren!
Den Kollegen Harwanegg muss man schon in einigen
Dingen ein bisschen berichtigen. Ich habe mir vorgenommen, nur sehr kurz
darüber zu reden, weil schon relativ viel und fast alles gesagt wurde. Nur je
länger er gesprochen hat, desto mehr habe ich nicht mehr gewusst, über welches
Projekt er eigentlich spricht. Ich habe nicht mehr gewusst, ob du über
Wienerberg redest oder irgendeine Phantasievisualisierung gehabt hast. Du
kannst nicht über die Wienerberg-City gesprochen haben. Das ist unmöglich bei
dem, was du uns alles angeboten hast, dass man zur Rax sieht, dass es grün ist,
dass man zu den Kindergärten nicht sehr weit hat, dass mit den Autos alles in
Ordnung ist, was es dort alles gibt. Ich glaube, du hast den Kollegen Ellensohn
missverstanden. Ich wollte nur sagen, der Ellensohn hat hier gesagt, es gibt
zwei Wienerberg-Citys, es gibt die, die man sich vorstellt, die man sehen will
und die, die so ist, wie sie ist. Du hast das interpretiert. Ich glaube nicht,
dass der Kollege Ellensohn es so gemeint hat. Du hast jetzt alles auf den
Ostteil gelegt und hast gesagt, es gibt Ost-Wienerberg und dann gibt es
unseren, über den wir eigentlich reden.
Ich glaube, es gibt auch technisch das, was Ihr sehen
wollt und es gibt das, was die Leute, die dort wohnen, die dort arbeiten,
tatsächlich jeden Tag erleben. Ich möchte auch daran erinnern, Kollege
Harwanegg, du hast es so dargestellt, der Bauträger soll sich das mit den
Eigentümern, den Mietern selbst ausmachen, das ist ein Vertragsbedingung. So
ist es nicht, denn wenn Wien 35 Millionen EUR an Wohnbauförderung
immerhin aus Steuermitteln sponsert, dann hat die Stadt Wien unserer Meinung
nach nicht nur die Möglichkeit, sondern die Verpflichtung, schon ein bisschen
mehr der Kontrolle zu frönen und ein bisschen mehr nachzuschauen, was passiert!
(GR Volkmar Harwanegg: Das habe ich aber
ausdrücklich gesagt!)
Ich habe mir einen Pressedienst von Herrn StR Swoboda
aus dem Jahr 1996 ausgehoben, wo der Baubeginn ist und was da alles kommen
wird: Dort werden 1 200 Wohnungen, Bürohäuser, Volksschule,
Hauptschule, Kindertagesheim, Seniorenresidenz, Entertainmentcenter,
Tiefgaragen und was noch alles kommen. Es mag ja sein, wenn man den Ostteil
dazurechnet, dass alles irgendwo verstreut liegt, aber bei dem Teil, wovon wir
hier reden, gibt es keine Seniorenresidenz und keine Hauptschule. Das
Kindertagesheim ist maßvoll überfüllt, die Leute kriegen keinen Platz und
müssen woandershin ausweichen. Das, hat damals StR Swoboda gemeint, wäre alles
in diesem Bereich, worüber wir heute reden.
Der Wienerberg-Generaldirektor,
damals der Herr Erhard Schaschl, hat mit dem Herrn VBgm DDr Görg das Projekt
drei Jahre später gleich noch einmal vorgestellt. Da war es immer noch ein sehr
schönes Projekt. Da hat aber sogar der Herr Schaschl als Hauptfinancier mit
seiner Firma und seiner Immofinanz-Gruppe, der das im Großen auch bezahlt hat,
schon damals gesagt, was den Verkehr betrifft, urgiert er eine stärkere
Anbindung des neuen Stadtviertels an den öffentlichen Verkehr. Gleichzeitig
sagt er, ist man aber durch die vielen
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