3. Umweltaspekte und Umweltauswirkungen

3.3 Wiener Abfallwirtschaftsplan und Abfallvermeidungsprogramm 2025-2030

Im Mai 2023 startete die aktuelle Strategische Umweltprüfung zur Erstellung des Wiener Abfallvermeidungsprogramms und Wiener Abfallwirtschaftsplans für die Planungsperiode 2025-2030. Für diesen Zeitraum wird die strategische Ausrichtung der Wiener Abfallwirtschaft mit konkreten Zielen und künftigen Umsetzungsschritten festgelegt. Die gesamtheitliche Betrachtung der Wiener Abfallwirtschaft zur Maximierung der Kreislaufwirtschaft steht im Vordergrund. Gemäß der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie und des Wiener Klimafahrplans sollen Maßnahmen auf den Weg gebracht werden, um Abfallvermeidung, Wertstoffgewinnung und den Klimaschutz maßgeblich voranzutreiben. Alle kommunalen Wiener Abfälle sollen künftig verwertet und nichts mehr ungenutzt deponiert werden. Neben der Forcierung der getrennten Sammlung sollen dabei Sekundärrohstoffe sowohl aus der Abfallbehandlung vor als auch nach der energetischen Verwertung des Restmülls, v. a. aus der Sortierung von Restmüll und Verbrennungsrückständen, gewonnen werden. Die Gewinnung von Phosphor aus Klärschlammasche ist ebenfalls ein großes Thema. Die Entsorgungssicherheit und -autarkie muss dabei gewährleistet bleiben. Die Zukunft der Wiener Abfallwirtschaft wird dabei von der 48er gemeinsam mit der Verwaltung (z. B. MA 22, WUA), NGOs (z.B. Umweltdachverband, ÖkoBüro, ReUse Austria), Expert*innen (z. B. BOKU, Uni Leoben) oder sonstigen relevanten Stakeholdern erarbeitet. 2024 wird der Prozess finalisiert. Nach einer öffentlichen Auflage des Wiener Abfallvermeidungsprogramms und des Wiener Abfallwirtschaftsplans 2025-2030 werden die beiden Entwürfe der Wiener Landesregierung zur Beschlussfassung vorgelegt.