3.5 Indirekte Umweltaspekte
Die indirekten Umweltaspekte und ihre Auswirkungen erstrecken sich über verschiedene Bereiche wie produktbezogene Aspekte, die Zusammenstellung von Dienstleistungen und Produkten, Verwaltungs- und Planungsentscheidungen sowie die Umweltleistungen von Lieferanten und Auftragnehmern.
In der Verwaltung und Planung berücksichtigt die 48er eine Vielzahl von Anforderungen aus verschiedenen Umweltprogrammen der Stadt Wien, darunter das Umweltmanagementprogramm des Magistrats, das Klimaschutzprogramm der Stadt Wien, den Klimamaßnahmenplan und das städtische Energieeffizienzprogramm. Ebenso werden der Wiener Abfallwirtschaftsplan und das Wiener Abfallvermeidungsprogramm, die im Rahmen einer Strategischen Umweltprüfung entwickelt wurden, berücksichtigt.
Bei der Beschaffung von Produkten werden die ÖkoKauf-Kriterien der Stadt Wien angewendet, um Unternehmen zu unterstützen, die umweltfreundlich produzieren. Auch bei Auftragnehmern wird auf Umweltstandards geachtet, wie z. B. den Einsatz von LKW mit der Abgasnorm EURO VI.
Die Dienstleistungen der 48er haben positive Umweltauswirkungen und führen zu Produkten, die nicht unmittelbar mit den Tätigkeiten verbunden sind. Zum Beispiel trägt die Kompostierung von biogenen Abfällen zur Herstellung von hochwertigem Kompost bei, der mineralischen Dünger ersetzen und den Torfabbau verringern kann, was zur Erhaltung gesunder Böden und zur Bewahrung von Mooren als CO2-Senken beiträgt.
Die Sammlung von sortenreinen Altstoffen ermöglichen Recyclingverfahren und die Produktion von Sekundärprodukten, was wiederum zur Schließung von Stoffkreisläufen beiträgt. Mobile und stationäre Problemstoffsammelstellen ermöglichen es, gefährliche Abfälle aus Haushalten sicher zu entsorgen und so die Umweltbelastung zu verringern.
Auch der Winterdienst hat indirekte Umweltauswirkungen, da eine effektive Straßenbetreuung Verkehrsbeeinträchtigungen minimiert und somit Staus und schädliche Schadstoffemissionen verringert.
Eine wichtige Aufgabe der 48er ist die Information und Beratung der Wiener Bürger*innen, die durch verschiedene Kanäle wie die Abfallberatung, das Misttelefon, die Website der 48er, gezielte Werbekampagnen und Veranstaltungen im 48er-Tandler erfolgt. Diese Informationsangebote tragen wesentlich dazu bei, das umweltgerechte Verhalten der Bevölkerung zu fördern, insbesondere bei Kindern in Wiener Kindergärten und Volksschulen, wo die Abfallberatung sehr beliebt ist und ein Grundstein für umweltbewusstes Verhalten gelegt wird.