4.4 Mehr Effizienz durch Digitalisierung
Sowohl in der Einwanderung als auch in der Staatsbürgerschaft sind seit 2022 alle internen Verfahrensschritte digitalisiert. Neue Akten werden ausschließlich digital bearbeitet. Durch die Einsparung von analogen Zwischenschritten werden Verfahren beschleunigt und können flexibler erledigt werden. Außerdem erleichtert es die rasche Erteilung von Auskünften über den Verfahrensstand.
Das Staatsbürgerschaftsgesetz und das Niederlassungs- und Aufenthaltsgesetz setzen heute Grenzen für die weitere Digitalisierung der Prozesse. So verlangen beide Gesetze beispielsweise eine persönliche Antragstellung samt Vorlage aller Unterlagen. Das führt im Vergleich zu einer digitalen Antragstellung zu höherem zeitlichen Aufwand für die Antragsteller*innen, aber auch für die Behörde, da alle Dokumente bei der Antragstellung eingescannt werden müssen.
Die Digitalisierung der Heimatrolle beschleunigt Verfahren
1849 wurden Gemeinden gesetzlich verpflichtet, ein Verzeichnis ihrer „Heimatberechtigten“ anzulegen und fortlaufend zu führen. Diese „Heimatrolle“ war auch die Grundlage für die Ausstellung von „Heimatscheinen“.
1939 wurde das Heimatrecht aufgehoben; an seine Stelle trat 1945 der Nachweis der Staatsbürgerschaft. Die Heimatrolle beinhaltet die Personenstandsdaten, Beruf, Wohnort, Abstammung, Begründung und Erwerbstag des Heimatrechts und wird als Grundlage für z.B. die Ausstellung des Staatsbürgerschaftsnachweises oder Recherchen in Zusammenhang mit dem Erwerb der Staatsbürgerschaft für NS-Verfolgte und ihre Angehörigen verwendet.
Die in Papierform geführten Verzeichnisse werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung Rechnungs- und Abgabewesen digitalisiert. Recherchen und Erteilung von Auskünften sollen damit schneller und effizienter möglich sein – und die historischen Daten bleiben für die Nachwelt erhalten.

„Gerade vor dem Hintergrund einer wachsenden Stadt muss die Stadtverwaltung zukunftsfit bleiben. Die Abteilung für Einwanderung und Staatsbürgerschaft hat in den vergangenen drei Jahren wesentliche Schritte in diese Richtung gemacht. Ich bin beeindruckt von der Leistung der Mitarbeiter*innen und vom Zusammenhalt im Magistrat.“
Mag. Dietmar Griebler, Magistratsdirektor der Stadt Wien
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