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Unternehmung Wien Kanal

Leistungsberichte der Magistratsdienststellen

Mit einer Leitungslänge von 2.500 Kilometern ist Wien Kanal Österreichs größter Kanalnetzbetreiber. 99,9 Prozent aller Haushalte in Wien sind an das städtische Kanalnetz angeschlossen. Täglich wurde mehr als eine halbe Milliarde Liter Abwasser sicher und umweltgerecht zur Kläranlage in Simmering transportiert.

Rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgten dafür, das Kanalnetz funktionsfähig und sauber zu halten. So wurden beispielsweise täglich 20 Tonnen abgelagertes Material aus den Kanälen gefördert, um einen störungsfreien Abfluss zur Kläranlage zu garantieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Wien Kanal stehen 365 Tage im Jahr und 24 Stunden täglich im Dienst der Wienerinnen und Wiener. Mit ihrer Arbeit sichern sie den hohen Standard der Wiener Abwasserentsorgung und tragen einen wesentlichen Teil zur hohen Lebensqualität in der Stadt bei

Weiterführende Informationen zum Inhalt: Zur Fachabteilung • Kontaktadressen

Projekt- und Schwerpunktüberblick

Mehr Power für den Überflutungsschutz

Die Anlagentechnik des Pumpwerks Donauinsel wird ausgebaut. Mit 15.000 Litern pro Sekunde erhält es nicht nur die leistungsstärkste Regenwasserpumpe dieser Bauart, sondern auch einen weiteren Baustein für die Sicherheit und Lebensqualität in Wien. Das Projekt rüstet die Stadt für die Herausforderungen des Klimawandels

Das Pumpwerk Donauinsel ist eines der größten und leistungsfähigsten Abwasserpumpwerke Europas. Es wurde im Zuge der Errichtung der Donauinsel als Teil eines großen Abwasser-Infrastrukturprogrammes zwischen 1970 und 1980 errichtet. Bis heute zählt das Pumpwerk Donauinsel mit der Kläranlage der Stadt Wien und zahlreichen großen Sammelkanälen entlang der Donau und des Donaukanals zu den wichtigsten Bausteinen im Wiener Abwassersystem. Mit einer installierten elektrischen Leistung von knapp 10 Megawatt spielt es eine entscheidende Rolle bei der Abwasserentsorgung der Bezirke 21 und 22. An einem trockenen Tag werden zwischen 600 und 2.000 Liter Abwasser pro Sekunde unter der Donau zur Kläranlage nach Simmering transportiert. Bei Regen ist es ein Vielfaches mehr, dann lässt das Pumpwerk seine „Muskeln“ spielen. Bei Starkregen kann über besonders leistungsstarke Regenwasserpumpen Mischwasser in die Donau ausgeleitet werden. Mischwasser bedeutet: Bei Regen vermischt sich das Abwasser aus den Haushalten stark mit dem Niederschlagswasser von Straßen und Dächern. Dieses Wasser muss rasch abgeleitet werden, um Überflutungen auf den Straßen zu vermeiden. Dazu wird das Kanalnetz über Pumpwerke, wie eben jenes auf der Donauinsel, entlastet. Bereits jetzt ist die Anlage mit sechs Regenwasserpumpen mit einer Leistung von 40.000 Litern pro Sekunde ausgerüstet. Im Dezember 2025 wurde eine neue Hochleistungspumpe installiert, die das bestehende System mit zusätzlichen 15.000 Litern pro Sekunde unterstützt. Das erhöht die Leistungsfähigkeit des Pumpwerks und verbessert den Schutz bei Starkregen für die Bezirke Floridsdorf und Donaustadt. Die vertikale Rohrgehäusepumpe, so der Fachbegriff, ist die größte ihrer Art im Europäischen Raum. Die Inbetriebnahme der Anlage erfolgt im Sommer 2026.

Bürgerservice – Dienstleistung

  • 196 Milliarden Liter Abwasser wurden über das öffentliche Kanalnetz zur ebswien Hauptkläranlage transportiert und damit einer Reinigung auf höchstem Stand der Technik zugeführt.
  • 225 Kanalverstopfungen konnten im privaten Bereich erfolgreich behoben werden.
  • 4.244 Firmen wurden im Rahmen der Indirekteinleiterverordnung und Kanalgrenzwertverordnung laufend überwacht. 5.777 Firmen wurden zur Überprüfung in Evidenz gehalten.
  • 3.040 Abwasserproben wurden gezogen und insgesamt 5.140 Einzelanalysen durchgeführt.
  • 1.125 Kilometer Kanäle wurden geräumt.

Kanalneubau, Kanalerneuerung, Kanalerhaltung

  • 4.000 Meter öffentliche Kanäle wurden im Zuge des Netzausbaues neu errichtet.
  • 2.202 Kleinbaustellen, wie die Reparatur und Auswechslung schadhafter Kanalgitter, wurden zur Erhaltung und Reparatur des öffentlichen Kanalnetzes durchgeführt.
  • 4.577 Meter Kanäle wurden saniert oder umgebaut.
  • 339 Kilometer öffentliche Kanäle wurden inspiziert, davon 317 Kilometer mittels TV-Kamera und 22 Kilometer mittels tragbarer elektronischer Aufnahmegeräte.
  • 5.466 Tonnen Ablagerungen wurden aus dem öffentlichen Kanalnetz gefördert und fachgerecht entsorgt