1. Klimaschutz

1.4 Überregionale Aspekte und Kreislaufwirtschaft

In Wien wird Ressourcenschonung großgeschrieben - die Kreislaufwirtschaft bietet dafür einige Werkzeuge für Bevölkerung und Unternehmen und setzt gezielte Maßnahmen im Wirkungsbereich der Stadt.

Abfall vermeiden, recyceln, reparieren, sich inspirieren lassen: Der 48er-Tandler", Repaircafes, die Wiener Mistplätze, das jährlich stattfindende Mistfest machen es möglich. Der Wiener Reparaturbon macht Reparaturen attraktiver und hat bereits zur Vermeidung von rund 2.800 Tonnen CO2 beigetragen. Das Umweltservicepaket OekoBusiness Wien und die Wirtschaftsagentur Wien unterstützen Betriebe durch Beratungsangebote, Förderungen und Workshops zu zirkulären Geschäftsmodellen, Prozessen, Produkten und einer ressourcenschonenden Beschaffung. Die Initiativen United Against Waste und SchoolFood4Change bekämpfen Lebensmittelverschwendung in städtischen Organisationen. Das Programm ÖkoEvent setzt auf umweltfreundliche Veranstaltungen, etwa durch den Einsatz von Mehrwegsystemen.

ÖkoKauf Wien forciert die nachhaltige und kreislauffördernde Beschaffung in der Stadt Wien und ihren Unternehmen, während das Umweltmanagementprogramm PUMA das Bewusstsein für Energieeinsparung, Ressourcenschonung und umweltfreundliche Mobilität im Magistrat stärkt.

Bewusstseinsbildung ist ein zentraler Hebel in der Kreislaufwirtschaft: Bildungsangebote werden unter anderem durch die Klima-Website „Wien macht gutes Klima“, den Klima-Campus und die Wiener Klimatour bereitgestellt. 

Die neu eingerichtete Stabsstelle für Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit im Bauwesen und das Programm "DoTank Circular City Wien 2020-2030" treiben kreislaufgerechtes Bauen in der gesamten Stadt voran. Mit der Wiener Bauordnungsnovelle 2023 wurde die Ressourcenschonung als planerisches Ziel verankert, und die Sanierungs- und Dekarbonisierungsverordnung (2024) fördert den Einsatz kreislaufgerechter Bauweisen und Materialien. Das Wiener WohnBAUMprogramm fördert Holzbauweisen im Wohnbau und unterstützt so den Einsatz regenerativer Materialien. Mit dem Zirkularitätsfaktor (ZiFa) wird an einer Wiener Lösung für eine praxisorientierte Bewertungsmethode für zirkuläres Bauen gearbeitet.

Das Urban Living Lab „Zirkuläres Bauen Wien“ ermöglicht Transformationsprozesse zu initiieren und zu begleiten. Innovation und Wissensaustausch werden auch durch neue Formate wie Re:form (OekoBusiness in Kooperation mit der ViennaDesignWeek) und Innovationslabore wie das Climate Lab vorangetrieben. Des Weiteren finanziert die Stadt Wien (MA 23 – Wirtschaft, Arbeit und Statistik) eine Stiftungsprofessur für Kreislaufwirtschaft und transformative Geschäftsmodelle an der Fachhochschule des BFI Wien. Im Jahr 2025 wird eine sektorenübergreifende Strategie entwickelt, um das „dritte K“ zu stärken und den Wiener Weg der Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft aufzuzeigen.

Illustration, die entlang eines Kreises, der aus aneinander anschließenden Pfeilen geformt wird,  skizzenhaft verschiedene Elemente mit Bezug zur Kreislaufwirtschaft und überregionalen Aspekten vereint: einen Mann, der ein Fahrrad repariert, ein Holzhaus, das nachhaltige und zirkuläre Bauweisen im Wohnbau symbolisiert, und ein Wohnhaus, das mithilfe eines Krans aufgestockt wird, ein Mann, der einen gesprungenen Bildschirm repariert, eine Glühbirne, zwei Hände, die eine Lampe austauschen, eine Gitarre, Personen, die sich unterhalten und eine Universitätsprofessorin.

Highlights:

  • Gelebte Kreislaufwirtschaft: „48er-Tandler", Wiener Mistplätze, Repaircafés, Wiener Reparaturbon

  • OekoBusiness Wien und Wirtschaftsagentur Wien beraten und fördern Betriebe

  • ÖkoEvents und Mehrwegprodukte bei Veranstaltungen und Events

  • ÖkoKauf und PUMA als treibende Kräfte für Ressourcenschonung und Umweltschutz im Magistrat

  • DoTank Circular City Wien 2020-2030: das Umsetzungsprogramm für das Thema Kreislaufwirtschaft in der gebauten Umwelt

  • Zirkularitätsfaktor (ZiFa) als praxisorientierte Bewertungsmethode für zirkuläres Bauen in Wien

  • WohnBAUMprogramm für nachhaltige Holzbauweisen im geförderten Wiener Wohnbau

  • Pilotprojekte im Wiener Bildungsbau dienen dem Erproben von zirkulären Bauweisen

  • Stiftungsprofessur für Kreislaufwirtschaft und transformative Geschäftsmodelle

  • Innovationslabor Climate Lab

  • Bauträgerwettbewerb Nordwestbahnhof mit Fokus Kreislaufwirtschaft