1. Klimaschutz

1.6 Strom- und Fernwärmeerzeugung

Mit freundlicher Unterstützung der Sonne: Die Wiener „Sonnenstrom-Offensive“ schafft wichtige Rahmenbedingungen für den Photovoltaik-Ausbau und hat zu einer, über allen Erwartungen liegenden, Zunahme von Photovoltaik-Anlagen und Leistung geführt. Das für Ende 2025 angepeilte Ziel von 250 MWp Stromerzeugung mittels Photovoltaik im Stadtgebiet wird bereits Anfang 2025 erreicht.

Diverse Beratungsangebote und begleitende Kampagnen wie „Wien hat’s drauf!“ und „Wien setzt eins drauf!“ und der 1, 2, 3 Sonnengutschein unterstützen die Wiener*innen bei der Umsetzung ihrer Photovoltaik-Projekte.

Wien weiß aber auch weitere erneuerbare Potenziale zu nutzen: Warmes Abwasser der städtischen Kläranlage, Restwärme der Therme Wien, Abwärme eines Datencenters. Seit 2022 sind von den Wiener Stadtwerken zahlreiche Großwärmepumpen-Anlagen in Betrieb genommen worden, die diese erneuerbaren Wärmepotenziale nutzen. Weitere Projekte sind in Startposition: Eine Tiefengeothermie-Anlage in der Seestadt Aspern und weitere Großwärmepumpen in Anlagen der Abfallwirtschaft.

Wien Energie hat Milliardeninvestitionen für die Dekarbonisierung beschlossen. Dieses Budget wird in den nächsten Jahren in den Ausbau der erneuerbaren Strom-, Fernwärme- und Grüngaserzeugung fließen. Die Wiener Netze haben 95 % der Stromzähler auf Smart Meter getauscht.

Nationale Energiegesetze wie das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz orientieren sich stark an europäischen Vorgaben. Stark fallende Anlagenkosten in den letzten Jahren in Europa führten zu einem massiven Ausbau von Wind- und Solarenergieanlagen. Des Weiteren wurde der EU-Emissionshandel durch zwei Reformpakete weiterentwickelt.

Es ist zudem festzuhalten, dass die zahlreichen Initiativen von Wien, Bund und EU ihre Wirkung teilweise erst in den nächsten Jahren entfalten. Wiens Leitprinzip: Heute die Grundsteine für morgen setzen.

Illustration, die skizzenhaft verschiedene Elemente mit Bezug zur Strom- und Fernwärmeerzeugung vereint: ein Strommast, hohe Industrierauchfänge, die Wiener Müllverbrennungsanlage Spittelau, eine Photovoltaikfläche, eine Person im Overall, die diese auf einer Leiter stehend begutachtet, eine Umrisskarte der Stadt Wien und ihrer Bezirke, Wasserwellen und eine Schneeflocke.

Highlights:

  • Seit dem Start der Wiener „Sonnenstrom-Offensive“ wurde die installierte Leistung annähernd verfünffacht

  • Förderbudget für Photovoltaik und Stromspeicher wurde im Rahmen der Wiener „Sonnenstrom-Offensive“ auf 15 Millionen Euro pro Jahr erhöht

  • Neue Förderschwerpunkte geschaffen – auch für Betriebe

  • Milliardeninvestitionen von Wien Energie in den verstärkten Ausbau der erneuerbaren Strom-, Fernwärme- und Grüngaserzeugung in und um Wien

  • Mit einem Klick zum Sonnen-Check: neuer, verbesserter Wiener Solarpotenzialkataster

  • Großwärmepumpe von Wien Energie mit 55 MW nutzt warmes Abwasser der Kläranlage und erzeugt Fernwärme für 56.000 Haushalte

  • Erfolgreicher Versuch der Wasserstoffbeimischung in der Gasturbine des Wien-Energie-Kraftwerks Donaustadt

  • Inbetriebnahme der ersten Erzeugungsanlage für Wasserstoff in Simmering

  • Erleichterungen und Bürokratieabbau im Wiener Elektrizitätswirtschaftsgesetz