2. Klimaanpassung

2.1 Gesundheit und Wohlbefinden

Hitze betrifft die ganze Stadt und damit alle Wiener*innen, insbesondere – unter Berücksichtigung genderspezifischer Unterschiede – vulnerable Personengruppen wie alte Frauen und Männer oder Menschen mit Care-Arbeit. Die Stadt Wien setzt im Hinblick auf die Auswirkungen und das richtige Verhalten bei Hitzewellen und extremer Hitze auf Information und Sensibilisierung. Es stehen aktualisierte Informationen in Print- und Onlinemedien zur Verfügung. Für individuelle Anfragen stehen die Stadt Wien App und der WienBot jederzeit bereit, während der Hitzewellen-Warndienst im Akutfall Hitzewarnungen ausgibt.

Die Hebel und Maßnahmenbündel des Klimafahrplans zu Gesundheit und Wohlbefinden werden im erstmals 2022 publizierten Hitzeaktionsplan der Stadt Wien konkretisiert. Er ergänzt die langfristigen Maßnahmen des Wiener Klimafahrplans um kurzfristige Umsetzungen mit konkreten Zuständigkeiten. „Coole Zonen“ dienen zum Beispiel als kühle Rückzugsorte insbesondere für besonders hitzeempfindliche Menschen. Die klimatisierten Innenräume können kostenfrei, ohne Konsumzwang und damit besonders niederschwellig genutzt werden. In der Pilotphase 2023 wurden zwei „Coole Zonen“ eingeführt, 2024 gab es bereits 13 Standorte.

Weiterhin ist geplant, die Einrichtungen des Sozial- und Gesundheitswesens an die zunehmende städtische Überwärmung anzupassen und auf extreme Hitzeereignisse vorzubereiten und damit „hitzefit zu machen.

Dafür befinden sich Lösungsansätze in der Planungsphase, unter anderem müssen etwa in der Ausbildung von Fachkräften in Gesundheits- und Sozialberufen Klimakompetenz aufgebaut werden und vulnerable Gruppen noch zielorientierter erreicht und unterstützt werden. Außerdem wurde im September 2022 die Umsetzung des Modernisierungsprogramms des Wiener Gesundheitsverbundes (WIGEV) bis 2040 beschlossen, das auch die Umsetzung einer Klimaschutz - und Nachhaltigkeitsstrategie zu einem möglichst nachhaltigen Betrieb der Kliniken vorsieht.

Illustration, die skizzenhaft verschiedene Elemente mit Bezug zu Gesundheit und Wohlbefinden in Zusammenhang mit sommerlicher Überhitzung vereint: eine Person im Arztkittel und Stethoskop, eine Person im Rollstuhl, zwei Personen, die schwitzend und Wasser trinkend unter einem Baum sitzen, zwei Wassergläser, eine Beachflag, die die Coolen Zonen anpreist, ein Thermometer, ein Handy, mit dem Hitzeinformationen und -angebote der Stadt Wien abgefragt werden können.

Highlights:

  • Hitze-Informationen in der Stadt Wien App und beim WienBot

  • Hitzewellen-Warndienst

  • Individuelle Handlungsempfehlungen in Print- und Onlinemedien

  • Wiener Hitzeaktionsplan: Aktionsplan mit kurzfristigen Umsetzungen bei Hitze

  • Bereits 13 „Coole Zonen“ – konsumfreie kühle Orte für alle

  • Lösungen für ein „hitzefittes“ Sozial- und Gesundheitswesen in der Planungsphase

  • Gesundheitsrisiko Hitze in der öffentlichen und politischen Diskussion