Das "Wiener Straucherl" ist ein kleinräumiges, naturnahes Ökosystem. Es besteht aus verschiedenen Sträuchern und ist rund 50 Quadratmeter groß. Das Wiener Straucherl orientiert sich an natürlich gewachsenen, dichten Heckenstrukturen, die wertvolle Lebensräume für zahlreiche Lebewesen bieten.
Die neuen Grünflächen sollen gerade kleine, dichtverbaute Stadträume aufwerten. Sie sorgen für Abkühlung, gute Luft und sind ein erholsamer Blickfang. Zudem sind sie Nahrungsquelle und Rückzugsort für viele Tiere und Insekten. Das trägt zur Artenvielfalt in der Stadt bei.
Umgesetzt wird das Wiener Straucherl seit April 2026 vor allem an Standorten, an denen die Pflanzung eines Wiener Wäldchens nicht möglich ist. Das Wiener Straucherl kann auch dort angelegt werden, wo für ein Wiener Wäldchen zu wenig Platz ist.
Beim Wiener Straucherl werden ausschließlich Sträucher gepflanzt. Das unterscheidet es vom Wiener Wäldchen, wo auch Bäume gepflanzt werden. Nach einigen Jahren soll das Wiener Straucherl ein naturnahes, bewusst "wilderes" Erscheinungsbild aufweisen.
Erstes Wiener Straucherl am Alsergrund
Das erste Wiener Straucherl wurde am 9. April 2026 am Carl-Szokoll-Platz im 9. Bezirk gepflanzt. Bei der Pflanzaktionen wurden Schüler*innen eingebunden: Gemeinsam mit Gärtner*innen der Wiener Stadtgärten wurden die Sträucher gesetzt und gleichzeitig ein direkter Bezug zur Begrünung der Stadt hergestellt.
Folgende Pflanzen wurden dabei gesetzt:
- Philadelphus coronarius
- Amelanchier rotundifolia
- Cotinus coggygria "Young Lady"
- Cornus mas "Schönbrunner Gourmet"
- Calicarpa bodinieri "Profusion"
- Spiraea cinera "Greifsheim"
- Syringa meyeri "Palibin"
- Euonymus alatus "Compactus"
- Aronia melanocarpa
- Genista pilosa "Goldilocks"
- Chaenomeles japonica - Zierquitte
Weitere Standorte in verschiedenen Wiener Bezirken sollen folgen und sind bereits in Planung.
Das Projekt wird als Gemeinschaftsprojekt der Magistratsdirektion sowie den Wiener Stadtgärten und der Abteilung Umweltschutz geführt.





